VW – TDI ade?
Gerald Balser, 28. August 2025



Full-Hybrid mit zwei E-Motoren bei Renault

Hoppla! VW nimmt den Diesel aus dem Angebot des TOP-Sellers T-Roc und ersetzt ihn durch den Full-Hybrid. Erstaunlich, denn der VW-TDI (Turbocharged Diesel Injection) ist seit vielen Jahren das Synonym für Robustheit, Langlebigkeit, Sparsamkeit und Power. Allerdings, billig war der TDI nie. Wegen des niedrigen Preises ist für den Vielfahrer der Diesel dennoch interessant. Als es VW gelang, das typische Dieselgeräusch und die Probleme bei niedrigen Außentemperaturen zu beseitigen, war der Siegeszug des TDI nicht mehr aufzuhalten. Manche Modelle hatten vor wenigen Jahren bei den Neuzulassungen einen TDI-Anteil von über 70 %. Warum jetzt dieser Schritt?

Der neue VW T-Roc

Der große Konkurrent Toyota konnte mit dem TDI von VW nicht mithalten, suchte nach einer Alternative zum Diesel und erfand den Full-Hybridmotor, eine Kombination aus Diesel und E-Motor. Toyota verringerte - bei höherer  Energieeffizienz - den Benzinverbrauch deutlich und somit auch die Emissionen. Der zusätzliche kleine E-Motor und die kleine Batterie verteuern das Modell nur unwesentlich und bleiben unter dem Preis eines Diesels. Die umweltpolitische Verteufelung des Diesel kam Toyota gerade recht.


Die Umweltpolitik erzielte bei der Automobilindustrie die gewünschte Wirkung. Die Produktion des Diesel-Kleinwagens wurde unrentabel. Nicht nur VW, alle europäischen Hersteller bieten schon seit geraumer Zeit bei Kleinwagen keinen Diesel mehr an. Die Entwicklung setzt sich fort. Nun scheint sich der Diesel auch für die Kompaktklasse nicht mehr zu rentieren. Der Anteil des Diesels beim T-Roc liegt augenblicklich bei ungefähr 11 %. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass VW die neue Generation T-Roc ohne Diesel, aber mit Full-Hybrid-Motor anbieten wird. Sollte der Full-Hybridmotor im T-Roc erfolgreich sein, dann dürfte dies sehr bald auch für den TDI (26 %) des legendären VW Golf das Aus sein. Dagegen ungefährdet erscheinen mir die vier TDI-Top-Seller bei VW zu sein:  Touran (55 %), Passat (50 %), Tayron (44 %) und Tiguan (40 %).




IAA Frankfurt September 1973 

 Abteilung Zentrale Marketingplanung im VW-Werk Wolfsburg Sommer 1974

 


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Dipl. oec. Gerald Balser
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